Desk-Research für Nonprofits

Egal was man vorhat, ob man eine Fundraising-Kampagne plant, neue Mitstreiter für ein Projekt sucht oder zu einem bestehenden Projekt schreibt, man sollte immer wissen wer die Adressaten dieser Handlungen sind. Da Primär-Untersuchungen für Nonprofit-Organisationen meist zu teuer sind, die Big-Player mal ausgenommen, bietet die Desk-Research eine gute Möglichkeit etwas mehr über die Stakeholder und Umwelt einer Nonprofit-Organisation herauszufinden. Dazu geht man in folgenden fünf Schritten vor.

Als erstes ist es wichtig, sich über die genaue Fragestellung klar zu werden. Je spezifischer die Fragestellung, desto genauer kann die Sekundär-Analyse eine Antwort darauf geben. Zu beachten ist auch, evtl. Synonyme im Auge zu behalten und irreführende Suchbegriffe auszuschließen.

Im zweiten Schritt werden die relevanten Quellen ermittelt und hinsichtlich ihrer Qualität bewertet, denn die Sekundär-Analyse kann immer nur so gut sein wie die Primär-Quellen die dazu herangezogen werden. Bei der Quellen-Recherche müssen auch die Zugriffs-Möglichkeiten und -Kosten abgeklärt werden.

Als Drittes werden die für die Fragestellung relevanten Informationen recherchiert und ausgewählt.

Anschließend wertet man in einem vierten Schritt die Ergebnisse dieser Recherche aus und überprüft die zu Tage geförderten Erkenntnisse auf ihre Plausibilität, mögliche Widersprüche und Informationslücken. Je nach Ergebnis beginnt man nochmals mit einem der vorhergehenden Schritte.
Anschließend können die bereits vorhandenen Informationen noch um qualitative Aussagen von Experten erweitert werden. Dies ist auch eine gute Möglichkeit um die gewonnenen Resultate einer „externen Überprüfung“ zu unterziehen.

Im fünften und letzten Schritt werden die Informationen aufbereitet und in einem Bericht zusammengefasst.

Schaubild Desk-Research

Die fünf Schritte der Sekundär-Analyse

Auf diese Weise lassen sich kostengünstig wichtige Informationen über Stakeholder und Organisationsumwelt gewinnen und anstehende Projekte und Kampagnen können genau für die entsprechenden Zielgruppen konzipiert werden.

Das Ergebnis einer Sekundär-Analyse kann man sich bei betterplace-lab.org ansehen. Hier hat Angela Ullrich die Zahlen zum deutschen Spendenmarkt zusammengetragen und ansehnlich aufbereitet.

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